Bundesrat: Ohne Wohnungsbau-Reformen bleibt Neuverschuldung folgenlos

Berlin, 21.03.2025. Der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen mahnt angesichts der heutigen Sitzung des Bundesrats über die Grundgesetzänderung zur Schuldenbremse, die dringend benötigten Reformen für den Wohnungsbau umzusetzen. „Die gewaltigen Summen des Sondervermögens dürfen nicht die strukturellen Probleme zudecken. Ohne mutige Reformen bleibt das Sondervermögen ansonsten wirkungslos. Trotz des Anstiegs bewegen wir uns bei den Baugenehmigungen auf einem sehr niedrigen Niveau. Beim Wohnungsbau kommt es zentral darauf an, die nötigen Reformen endlich umzusetzen, damit wir einfacher, schneller und günstiger bauen können“, betont BFW-Präsident Dirk Salewski in Berlin.

„Aufgrund des Beschlusses des Bundestags zur Neuverschuldung steigen die Bauzinsen stark. Somit verteuert sich das Bauen erneut. Es muss jetzt alles dafür getan werden, dass der Wohnungsbau politisch Priorität bekommt und die nötigen Strukturreformen umgesetzt werden. Wir brauchen weniger Anforderungen und schnellere Verfahren. Nur so finden wir zurück zu bezahlbarem Bauen und zu mehr Eigentumsbildung für breitere Bevölkerungsschichten. Ohne Wohnungen, keine Fachkräfte und kein Wirtschaftswachstum. Infrastruktur und Wohnungsbau sind nicht gegeneinander aufrechenbar“, erklärt Salewski.

„Der Wohnungsbau verdient es auf der Agenda ganz oben zu stehen. Eine neue Bundesregierung wird sich auch daran messen lassen müssen, ob sie dieser Herausforderung und dabei vor allem den Bedürfnissen der Bevölkerung nach bezahlbarem Wohnraum gerecht werden kann“, so der BFW-Präsident.

Das BFW 100-Tage-Sofort-Programm mit den wichtigsten Maßnahmen finden Sie hier.

 


Dem BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen als Interessenvertreter der mittelständischen Immobilienwirtschaft gehören derzeit rund 1.600 Mitgliedsunternehmen an. Als Spitzenverband wird der BFW von Landesparlamenten und Bundestag bei branchenrelevanten Gesetzgebungsverfahren angehört. Die Mitgliedsunternehmen stehen für 50 Prozent des Wohnungs- und 30 Prozent des Gewerbeneubaus. Sie prägen damit entscheidend die derzeitigen und die zukünftigen Lebens- und Arbeitsbedingungen in Deutschland. Mit einem Wohnungsbestand von 3,1 Millionen Wohnungen verwalten sie einen Anteil von mehr als 14 Prozent des gesamten vermieteten Wohnungsbestandes in der Bundesrepublik. Zudem verwalten die Mitgliedsunternehmen Gewerberäume von ca. 38 Millionen Quadratmetern Nutzfläche.

Teilen Sie diesen Beitrag: